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Ölwerte weiter deutlich über der 100 Dollar Marke (22.03.2022)

Ölwerte weiter deutlich über der 100 Dollar MarkeAm Dienstagmorgen heizen Spekulation um ein mögliche Importsanktion von russischem Öl durch die Europäische Union die Preise auf dem Börsenparkett an. Brent erreichte Beispielsweise wieder über 116 US-Dollar je Fass. Allerdings drehten im Laufe des Vormittags die Kurse bereits wieder und gaben so die Zuwächse teilweise bereits wieder ab. Über Importsanktionen durch die EU-Staaten wird immer wieder spekuliert, Deutschland hat hier allerdings klar Position bezogen und lehnt diese ab. Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen) erwartet schwerwiegende folgen für die deutsche Wirtschaft durch solche Sanktionen, allerdings möchte er die Lieferstruktur breiter aufstellen umso die Abhängigkeit von russischem Öl zu verringern.

Unterdessen weitet China angesichts steigender Infektionszahlen die Lockdowns im Land weiter aus, aktuell gelten für weitere etwa 4,5 Millionen Menschen in China verschärfte Corona-Regeln. Chinas aktuelle No-Covid-Strategie könnte sich weiterhin nachhaltig auf die chinesische Konjunktur und damit auch auf die chinesische Rohölnachfrage auswirken.

Kurzfristige Entspannungen beim Heizöl oder an der Zapfsäule sind aktuell wohl nicht zu erwarten, klare Positionierung seitens der EU-Staaten bezüglich der Sanktionen, dürften zumindest weitere, stärkere Anstiege etwas verhindern. Kurzfristige Anstiege auf Grund von Spekulationen kann man allerdings auch nicht ausschließen. Zur Stunde liegt das texanische WTI bei 109,61 US-Dollar je Fass und das europäische Brent notiert mit 115,64 US-Dollar je Fass.

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